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MarketsInsight – Juni 2020

Ruhigeres Fahrwasser: 2020 könnte noch ein positives Aktienjahr werden – bei bestmöglichem Verlauf der Erholung
17. Jun 2020
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    Inhalte

    • Weitsicht: „2020 könnte ein positives Aktienjahr werden“
    • Im Fokus: Wirtschaftliche Krise ist noch nicht vorbei
    • Thema des Monats: Krise kommt nachhaltigen Investments zugute
    • Renten: EZB stabilisiert Peripherie-Spreads

    „Über außergewöhnliche Zeiten, Fehleinschätzungen und Überraschungen“

    Außergewöhnliche Zeiten erlauben außergewöhnliche Fehleinschätzungen. In diesem milden Lichte sollte auch die Überraschung gedeutet werden, die der USA rbeitsmarktbericht zum Abschluss der Pfingstwoche bereithielt: Statt eines Stellenverlustes in Höhe von 7,5 Millionen wurden realiter rund 2,5 Millionen neue Stellen außerhalb des Agrarsektors gemeldet. Oder in vertrauteren, wenn auch vor einigen Monaten noch unvorstellbaren Dimensionen: Statt wie erwartet 19 Prozent beträgt die aktuelle Arbeitslosigkeit „nur“ gut 13 Prozent.

    Ist dies etwa ein Vorbote eines V-förmigen Verlaufs, den die Aktienmärkte bis vor kurzem signalisierten? Schließt sich damit wenigstens ein Teil der Erklärungslücke zwischen realwirtschaftlichem Geschehen und der Bewertung mancher Aktienmärkte? Oder begründen doch alleine die gigantischen Rettungspakete den fulminanten Aufschwung, der uns in einigen Segmenten nahe an alte Höchststände führte? Die US-Notenbank Fed hat immerhin ihre Bilanzsumme im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung in kürzester Zeit verdoppelt. Dass wir tatsächlich, selbst bei einer Kontrolle des pandemischen Geschehens, nur auf eine „90-Prozent-Wirtschaft“ zulaufen, scheint dieses Bild ebenso wenig zu trüben wie die lange Liste geopolitischer Spannungen.

    Die Frage nach der Koppelung zwischen Kapitalmärkten und „Realität“ führt allerdings in die Irre. Tatsächlich ist dieser in den letzten Wochen scheinbar verloren gegangene Zusammenhang empirisch gar nicht belegt. Eine signifikante Korrelation zwischen den Variablen Wirtschaftswachstum und realer Rendite ist selbst über längere Zeiträume nicht feststellbar. Der Aktienmarkt bildet eben nicht die Realwirtschaft in ihrer Breite ab, sondern repräsentiert die Innovationskraft und Widerstandsfähigkeit der relativ gesehen erfolgreichsten börsennotierten Geschäftsmodelle. Und die in dieser Hinsicht führenden Länder, Sektoren und Unternehmen bauen ihre privilegierte Position derzeit weiter aus. Die Outperformance des FANG+-Index, der die zehn weltweit führenden Technologieunternehmen umfasst, spricht eine klare Sprache.

    Einer Fehleinschätzung ist angeblich auch Fed-Präsident Jerome Powell erlegen. Er war, jedenfalls nach Auffassung des Weißen Hauses, bei seiner Beurteilung der Perspektiven der US-Wirtschaft schlicht zu „bearish“. Wahrscheinlich wollte Powell jedoch nur die Erwartung dauerhaft niedrigster US-Leitzinsen verankern – im aktuellen Umfeld tatsächlich eine der wenigen Gewissheiten. Mit größeren Fehleinschätzungen werden wir dagegen vorerst leben müssen. Umso erfreulicher, wenn diese positiv überraschen.

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