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Fixed Income Insights

Emerging Markets: Resilienz geprüft – weiter auf Kurs
04. Aug 2026
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    Das Wichtigste in Kürze

    • Angebotsseitige Schocks und höhere Energiepreise haben die Schwellenländer zwar belastet, die Verbesserungen der externen Widerstandsfähigkeit sowie der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen jedoch nicht grundlegend zunichtegemacht.
    • Die Auswirkungen des Ölpreisschocks sind uneinheitlich. Nettoimporteure geraten über höhere Inflation, Leistungsbilanzen und Währungen unter Druck, während Nettoexporteure und rohstoffreiche Volkswirtschaften von verbesserten Terms of Trade profitieren. Im Golf-Kooperationsrat ist diese Unterscheidung jedoch weniger eindeutig, da die Schließung der Straße von Hormus sowie Schäden an der kritischen Öl- und Gas-Infrastruktur die Exportkapazitäten eingeschränkt haben. Kuwait, Bahrain, Katar und Irak zählen zu den am stärksten exponierten Ländern, während Saudi-Arabien und die VAE dank alternativer Exportrouten und Infrastruktur eine etwas höhere Widerstandsfähigkeit aufweisen.
    • Die Übertragungskanäle reichen über Rohöl hinaus und umfassen auch raffinierte Produkte, Düngemittel und Helium. Dadurch werden Nahrungsmittelpreise, die Landwirtschaft sowie technologieabhängige Sektoren beeinflusst.
    • Viele Schwellenländer-Staaten weisen inzwischen geringere Belastungen aus dem externen Schuldendienst, leistungsfähigere lokale Kapitalmärkte und eine höhere Glaubwürdigkeit bei der Inflationsbekämpfung auf. Das erhöht – im Vergleich zu früheren Zeiten – die Schwelle, ab der es zu umfassenden Stress-Szenarien kommt.
    • Insgesamt deutet das Umfeld auf eine stärkere Differenzierung innerhalb der Schwellenländer hin. Im Fokus stehen dabei externe Positionen, die Glaubwürdigkeit der Wirtschaftspolitik sowie das Vorhandensein von rohstoff- oder KI-bezogenen Exportpuffern – statt einer einheitlichen Sicht auf die Anlageklasse.